HERZENSWORTE
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Erzählungen Erzählungen aus wahren Begegnungen, auch welche aus dem nächtlichen Erleben, lassen hier alle Mitgeschöpfe - Menschen, Tiere, Steine, Blumen, Bäume, Engel, Geister, Elfen, Götter, einfach alle möglichen und unmöglichen Wesenheiten - zu Wort kommen. Wirklichkeit ist eine Möglichkeit. Der Traum ist eine Wirklichkeit. Er ist eine Dimension, in der mein Geist sehr aktiv unterwegs ist. In meinen Träumen erlebe ich die schönsten Reisen, außerordentlich interessante Begegnungen und mache tiefgreifende Lernerfahrungen. Wahrscheinlich geht es vielen Menschen so. Jedoch können die meisten Menschen sich am Tage nicht mehr an ihre nächtlichen Reisen und Erlebnisse erinnern. Ich kann die Träume, in denen das sogenannte Unbewusste meine verdrängten Erlebnisse zu verarbeiten und einzuordnen versucht, von jenen unterscheiden, in denen ich als zumindest ein Seelenanteil herumreise und andere Welten kennen lerne. Es ist immer zunächst ein geistiges Unternehmen, welches aus einem Wissensdurst heraus angefacht wird. In den Träumen ist alles möglich. Diese Weite, die der Mensch durch seine Träume zu spüren vermag, ist solch ein großer Reichtum seiner geistigen Welt. Es ist eine Welt des Bewusstseins, in der nichts unmöglich wird. Einfach nichts. Ist es Phantasie, Traum, Hirngespinst, was der Mensch für so unwirklich hält und als Unmöglichkeiten aus seiner Realität zu bannen sucht? Was ist Realität? Was ist Wirklichkeit? Was ist Illusion? Was ist der Traum?
Über leblose und karge
Landschaften hinweg flog ich, mystischer Geist, über ausgestorben scheinende
Welten hinweg, über ausgetrocknete Flüsse und durch felsige grau-dunkelblaue
Stimmungen. Nach einer Weile tauchte dort ein trockenes Pflänzchen am Rande der
Schlucht unter mir auf. Ich flog weiter. Wieder einer Weile später tauchte hier
ein winzig kleines Grüppchen von Einer Art Strauchpflanze auf. Alsbald wurde Wasser sichtbar. Ich flog hinweg, über all die Zustände
hinweg, an die ich mich augenblicklich erinnerte, sobald ich sie auch nur eine
Sekunde in meine Sichtweite bekam. So flog ich ohne Halt zu machen. Ich kam
plötzlich in Zeiten und Stimmungen unbekannter Art an. Auf der einen Seite war
die Stimmung so düster, alles windete und stürmte. Es blitzte und donnerte. Aus
der Ferne hörte man es Krachen. Magnetartig zog es mich an einen Höhleneingang,
an dem zwei menschenähnliche Wesen in einer Seelenruhe das Geschehen ja sogar
lächelnd genossen. Das war es, was das Ganze für mich so geheimnisvoll machte
und mich dort hinzog. Welch ein Kontrast! Unter Menschenvölkern war ich so etwas
an Wahrnehmung/Bewusstsein noch nicht begegnet.
Ich begab mich in ihre unmittelbare Nähe und stellte meine Fragen nacheinander
lautlos. Sie hörten meine Gedanken problemlos und antworteten auch mit ihren Gedanken. Diese Form von lautlosem
Dialog erlebte ich jedoch schon mal bei einem Menschenvolk. Das war noch nicht
das geheimnisvolle der Stimmung. Es blitzte und donnerte. Es windete und bebte.
Ich kenne kein anderes Menschenvolk, das solch eine Situation nicht
katastrophenähnlich und bedrohlich empfindet und beängstigt sich davor zu
schützen sucht. Ja, das war es, hre selige Ruhe und Gelassenheit mitten in so
einem Witterungsgeschehen machte mir die bisher unbekannte Stimmung aus. Mich
interessierte das Herz dieser (Menschen)Wesen. Hatten sie ein anderes Herz? „3 Blitze“, sagte er, als ich aufbrechen wollte. Ich
bedanke mich herzlich für die Einsicht in ihre Welt, in ihre Gedanken. Plötzlich
erinnerte ich mich wieder: Die Gedanken sind unsere Welt!
In dem
einen winzig kleinen Augenblick treffen sich ihre Augen in der Ewigkeit. Beide
befinden sich plötzlich in Gefühlen und Gedanken der Raum- und Zeitlosigkeit.
Sie sind eins, als wären sie niemals getrennt gewesen. Sie kommunizieren auf der
Seelenebene. Sie tauschen sich in einem Tanz miteinander aus, sie schweben
ineinander. Die Stimmung beinhaltet ebenso sehr die Stimmung einer schon immer
erwarteten und gerade erfüllten Sehnsucht der ewigen Freude. Ihr Tanz ist der
Inbegriff des Miteinander-Verschmelzens, wodurch sie sich wie von selbst ganz
neue Impulse geben und wobei sie sich mit Inspirationen bereichern. Wie mit einem Ruck wird ihr bewusst, dass sie sich nun in dieser Welt befindet, in welcher das menschliche Bewusstsein sich zumeist in Raum-Zeit zu bewegen vermag. Sie war mit einem Teil ihres Bewusstseins unterwegs und hatte etwas gelernt. Es fühlte sich so leicht und lichte an. Diese Welt dagegen trug so eine Schwere über sich. Ja, an einiges konnte sie sich wieder erinnern. Das Kontrastreiche beider Welten sorgt für eine Spannung oder Anspannung in ihrem Herzen. Plötzlich fühlen sich die diesseitigen Begegnungen auch anders an. Das mag daran liegen, dass die Erinnerung an ihre letzte mystische Begegnung in der Formlosigkeit noch vollkommen präsent ist. Ihre Wahrnehmung der Formen verändert sich, was sich ab dem Moment zunehmend auf ihr ganzes Leben auswirken wird. Sie erkennt die Leere der Formen. Die Leere vieler gesprochener Worte lehrt sie das Schweigen. Sie schweigt und hört dabei viel mehr als sie je zu hören vermögend war. Von einem Tag auf den anderen verstummt sie, jedoch willentlich. Glücksseligkeit erfüllt sie ohnegleichen. Ein Verlust würde das genannt werden von all den laut Redenden. Einen Mangel würden diejenigen feststellen, die so gerne Monologe führen. Doch sie fühlt sich glücklich in ihrem Sein, denn fern ist sie nun von jedem Schein. Jede Art von beschönigenden Worten ist gelöscht aus ihrem Bewusstsein. Es gibt für sie von einer Sekunde auf die andere, nur noch Gedanken und die ihnen folgenden Taten. Worte waren nur Brücken, stellt sie fest. Nun bedient sie sich ausschließlich einer Sprache: Der Sprache ihres Herzens. Darüber kommuniziert sie, wortlos und tonlos. Ganz und gar unverfälscht, so wie es ist. Raumlos sind die Bilder aus der Ewigkeit, zeitlos ist ihr Geist.
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