Die Entstehungsgeschichte der Herzgeometrie

In fesselnder Faszination gegenüber den Lichtpunkten auf den Fotografien, begann ich vor einigen Monaten täglich von diesen zu träumen. Gleichzeitig zeigten sich die Lichterscheinungen gehäuft auf den Fotos, die ich an unterschiedlichsten Orten gemacht hatte. Die Theorie der Blendeffekte oder aber auch der Effekte, die durch Flecken auf der Linse entstehen, konnte ich sehr schnell ausschließen, denn solche technischen Fehleffekte kenne ich als langjährig Fotografierende sehr gut.
Diese Lichterscheinungen haben eine ganz andere ihnen eigene Erscheinungsform, bestehend aus einer Struktur.
Ab dem Tag, an dem ich beschlossen hatte ihr Wesen zu erkunden, verging keine einzige Nacht, in der sie sich in irgendeiner Form zeigten. Beispielsweise tauchten sie zu mehreren um mein Herz und um meinen Kopf kreisend auf. In einem anderen Traum zeigte mir mein Vater die größte der herumschwebenden Lichterscheinungen. Langsam erkannte ich - immer noch in den Träumen - dass sie aus hauch dünnen Lichtlinien bestehen. Noch weiter "herangezoomt" erkannte ich geometrische Formen in ihnen. Ich sah die algebraische Geometrie in ihnen. Durch noch näheres Hinschauen zeigten sich die Herzen in diesen Geometrien, so wie ich auch die Kreise, Kugeln, Dreiecke, Vielecke, Tetraeder sah. All die Kreise, Halbkreise, Dreiecke, Rauten, Vierecke, Vielecke und ihre Überschneidungslinien ergaben wunderschöne und verschiedenste Herzen. Der Höhepunkt dieser Träume war erreicht, als ein rundes, symmetrisches, sich in einer Kugel befindendes Herz begann langsam und pulsierend zu wachsen, bis es organisch eins mit der Kugel wurde.
In einer Zeit der Stille und des Schweigens (ganz ohne Telefon, Email, Türklingeln, sonstiger Kontakt), eingetaucht in die Tiefen des geheimnisvollen Seins, sind jene Geometrien entstanden, die alle das Herzsymbol in verschiedensten Variationen in sich tragen. Täglich zeichnete ich mit Zirkel und Geodreieck diese unermesslich schönen Geometrien, die aufgrund ihrer dynamischen Symmetrie Blumen, Sterne und Herzen beinhalten. Der Zeit der Stille und des Empfangens folgte die Zeit des Auftauchens und Auflebens. Die Herzen, die mir eindeutig entgegen sprangen, habe ich  mit Buntstiften und durch Aquarellisieren, den Regenbogenfarben folgend, in rot, orange, gelb, grün, blau, violett eingefärbt.

Die Herzgeometrie ist in den Tiefen der stillen Kreativität aus dem Mysterium der Linien, Formen, Zahlen und Farben entstanden. Zu einem großen Teil meiner Inspiration dienten meine Kristalle und Steine mit ihren kubischen, hexagonalen, trigonalen, tetragonalen, rhombischen, monoklinen und triklinen Lebensstilen, die Lichterscheinungen, ein Bild aus dem Buch von Georg Schmertzing und natürlich all die Steinherzen, Pflanzenherzen, und all jene Herzen, die vor meinem inneren Auge erscheinen, wenn ich die Augen schließe. Danke an alle und danke an alles.