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Gedichte
von
ilkNUR
Ich liebe (August 2009)
Ich liebe Dich so wie ich schon
immer geliebt werden wollte.
Ich liebe Dich so sehr wie ich mich liebe.
Ich liebe Dich, ich liebe mich.
Es ist eine Liebe, ein liebendes Dasein.
Ich kann nicht mehr trennen,
wenn ich Dich liebe, ob ich Dich oder mich liebe.
Herzerwachen (Juli 2009)
Wach'
auf geliebtes Herz, wach' auf
aus dem langen tiefen Schlaf.
Vergessen hast du deine Göttlichkeit,
eingemauert schlummert sie in Verborgenheit.
Hölle nennt man die Kräfte des Finsteren,
komme empor und wirke ihnen entgegen.
Wach'
auf geliebtes Herz, wach' auf
aus dem langen tiefen Schlaf.
Einzig durch dein Vermögen zu erkennen,
wirst du das Elend und das Leid verstehen.
Deine Aufrichtigkeit will den Zustand nicht ignorieren,
wie sollte jemals ohne sie in dir die Liebe pulsieren.
Wach'
auf geliebtes Herz, wach' auf
aus dem langen tiefen Schlaf.
Der Alptraum wird endlich zu ende gehen,
wenn du willst deine Vollkommenheit sehen.
Vergehen wird jede Angst im Nichts
dank der Kraft deines eigenen Lichts.
Wach'
auf geliebtes Herz, wach' auf
aus dem langen tiefen Schlaf.
Dein göttliches Selbst befähigt dich zum Lieben,
unvermeidlich überkommt dich der Frieden.
Die Rückkehr deiner Fähigkeit Schönheit zu empfinden,
wird ändern alle Sicht und sie mit Achtung durchdringen.
Wach'
auf geliebtes Herz, wach' auf
aus dem langen tiefen Schlaf.
Die Entscheidung entspringt deiner Erinnerung,
der folgt unmittelbar die langersehnte Erfüllung.
Nur ein einziger Wunsch ist für dich vom Belang,
dein Erwachen gleicht einem Neuanfang.
Erfüllt sei dein innigster Traum vom Erwachen,
durchsetzt dein Sein von einem stillen Lachen.
Wohin soll die Reise gehen?
(Januar 2009)
So dass es nicht mehr gibt diese Heimwehen?
Denn mehr als genug kennst du die Hölle.
Du hast auch ein Bewusstsein von Fülle,
wenn es denn im Haben-Wollen nicht verharren bleibt.
Nach Hause soll es gehen, ganz zu deinem Ursprung,
Heimat wird der Ort genannt, aus der stammt die Erinnerung,
mitten in deinem Herzen steht offen das Tor,
zu dem Bewusstsein der einen ewigen Verbindung.
Dein
Herzlicht
(Januar 2009)
Hoch sind die Mauern um das Herz herum,
undurchdringlich scheint der Schutzwall zu sein,
manchmal so dicht gebaut,
dass das tiefe Dunkel dem Lichte ewig verwehrt bleibt.
Verborgen und vergessen ist der Schatz
ganz verschüttet hinter der dicken Wand,
denn vor ihr spielt sich ab der Verteidigungswahn,
damit auch niemand das Herz je wieder verletzen kann.
Der Krieg vor der Mauer ist laut,
dass das Herz sich selbst kaum hören kann.
Das Leid ist so fein in seiner Art,
es wirkt über jede Wand hinweg, ganz egal wie hart.
Nehmen sollst Du dem Menschen nichts,
weder seinen Schmerz noch sein Leid.
nichten kannst Du jedoch die Illusion,
indem Du lebst einzig die Wahrheit.
Einsam ist das Herz,
ins Unermessliche reicht sein Schmerz.
Es hat kaum mehr Kräfte zum Schreien,
doch mit Deiner Liebe kann es sich befreien.
Das Feuer des Herzens fast erloschen,
durch das Blut, das Jahrtausende geflossen.
Ein kleiner Restfunke lässt sich noch erspüren,
Mit Deiner Liebe kannst Du ihn zum Leuchten zurückführen.
Du gibst. So frage ich Dich: Was ist Geben?
Du hilfst. So frage ich Dich: Was ist Hilfe?
Du nimmst an. So frage ich Dich: Was ist Friede?
Wenn nicht die unermessliche Liebe!
Unbewusst lebt der, der Schmerz und Leid nicht sieht.
Bewusst lebt der, der weint und seine Tränen liebt.
Einsam ist der, der das Herz nicht kennt.
All-ein ist der, der das erkennt.
Manchmal scheint es hart, das Los,
denn die Welt des Menschen ist herzlos.
Doch Liebe ist kompromisslos,
denn die wahre Liebe ist bedingungslos.
Entscheiden kannst Du, weil Du erkennst.
Noch leidest Du, weil Du dem Gegensatz von Gott und der Welt verfällst.
Auch gut und böse nennt der Mensch diese Kraft, die existiert.
Doch das Licht wirkt nicht, indem es das Dunkel verwehrt.
Es ist
Dein Urwissen über die Liebe, welches Dich das Leid spüren lässt.
Es ist Dein Urwissen über den Frieden, welches Dich den Krieg sehen lässt.
Es ist die tiefe Sehnsucht Deiner Seele, die eine heile Welt kennt.
Es ist
Deine Erinnerung an die Heimat, an Gott.
Danke Mutter
(August 2008)
Meine geliebte menschliche Mutter,
9 Monate hast du mich in dir getragen,
mich genährt mit deinem Herzen,
mich aufgenommen,
um mir ein Leben zu schenken.
Meine geliebte Mutter Erde,
zeitlebens trägst du mich auf deinem Boden
und lässt mich deine Früchte kosten.
Dein Herz ist in jedweder Materie,
deine Natur ist zahllosen Formen gleich.
Meine geliebte Mutter Planet,
Heimat bist du mir für Zeiten,
Raum gibst du mir für glückselige Taten.
Sanftmütig ist dein Warten,
auf das Aufhören der lieblosen Arten.
Meine geliebte kosmische Mutter,
die ewige weibliche Urkraft bist du,
weich und stark.
Nehmen kannst du so bedingungslos,
deine Fähigkeit zu empfangen ist ohne gleichen.
Meine geliebte Mutter,
Deine Liebe trage ich in mir.
Ich ehre dich und danke dir.
Durch dich bin ich jetzt und hier.
Entscheidung
(Juli 2008)
Jedes Nein ist ein Kampf, den Du fortführst,
Eine weitere Mauer, die Du errichtest,
Die große Trennung und Distanz zu mir,
Wären nicht da, wenn Du aufrichtig liebtest.
Zeitlebens wartest Du auf meine Berührung,
Schon immer liebst Du meine Zartheit,
Gekostet hast Du die Einheit,
Jetzt ist's nur noch die Entscheidung.
Unsere Herzen sind fest miteinander verbunden,
Wenn alle Angst und Sorge entschwunden.
Ich liebe Dich, Dein ganzes Wesen,
Wenn Du es zulässt, beginnt Dein Genesen.
Nehme mich, versinke in mir,
Lass' uns verschmelzen in jetzt und hier.
Tief und durchdrungen von wahrhafter Liebe,
Lass' uns ewig strahlen, nur noch in Ihrem Lichte.
Bedingungslos ist ein aufrichtiges Ja zum Leben,
Alle Gedanken, Worte und Taten
Vertrauensvoll und wahr,
Das Ja ist die Entscheidung zum Lieben.
Weine
(Juni 2008)
Ich weinte. Lautstark weinte ich Deine Tränen.
Stunden vergingen und ich weinte immer noch Deine Tränen.
Warum weinst Du sie nicht selbst?
Warum lässt Du Deinen Schmerz nicht zu?
Warum lässt Du mich nicht an Dich heran?
Warum lässt Du nicht Deine hohen Mauern fallen?
Warum willst Du nicht ohne Angst sein?
Weitere Stunden voller Tränen ergaben größere Seen.
Und da sprach das Meer zu mir.
Es sagte: ich bin Deine Tränen.
Deine Tränen und ich sind eins.
Weiter weinte ich, hinein ins Meer,
Diesmal als ein Danke viel mehr.
Weiterhin verriet es mir:
Schau welch' ein Leben in mir lebt,
So ist es auch in Deinen Tränen stets.
Reinigend sind sie,
Ja, meine Tränen, die für Dich fließen, sind heilend.
Liebe
(Mai 2008)
Liebe ist weich und geschmeidig.
Liebe ist stark und mächtig.
Liebe ist weise und intelligent.
Liebe ist grenzenlos und unendlich.
Liebe ist raum- und zeitlos.
Liebe ist überall.
Liebe ist GOTT.
Liebe ist ALLES.
Ohne LIEBE
ist alles NICHTS.
Ich (April
2008)
Du schämst dich, wenn du nackt bist.
Du schämst dich, wenn du nichts weißt.
Du schämst dich für die Dinge, die du nicht hast.
Du schämst dich nicht, wenn du (zu)schlägst.
Du schämst dich nicht, wenn du schwindelst.
Du schämst dich nicht, wenn du mit Neid eiferst.
Ich liebe mich nackt.
Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Ich weiß, dass ich nichts hab'.
Ich schäme mich nicht.
Ich bin die, die ich bin.
Ganz nackt und nüchtern stehe ich vor dir und entblöße mich.
Alles lasse ich von mir fallen, alle Schminke, alle Masken, alle Rollen, alle
Kleider.
Und ich frage dich: "Wer bin ich?"
Deine selten ehrliche Antwort lautet: "Niemand!"
Ja, so ist es. Ich bin Niemand ohne den Schein.
Auch du bist Niemand ohne mein Sein.
So sag' ich Dir: du bist ich und ich bin du.
Du wehrst ab, denn du insistierst auf Unterschied.
Ich schweige, denn ich sehe die Gemeinsamkeit.
Die unruhige Stille lehrt mich wieder einmal:
Es gibt kein gut oder schlecht, kein richtig oder falsch.
Es gibt nur Liebe oder Abwesenheit von Liebe.
Du widerstrebst dem und verteidigst deine Denkmuster,
Du tadelst mich mit deinen Argumentationsketten,
bis du dich mir noch mehr verschlossen hast.
Auch wenn ich längst gegangen bin,
habe ich mein Herz nicht von unserem getrennt.
Es ist immer da, um deine Liebe zu mehren,
um dich immer wieder ganz leise zu lehren:
"Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene,
denn dann brauche ich es am meisten."
Vollendung
(März 2008)
Nur wenn du mich fühlen kannst, wirst du mich verstehen,
Nur wenn du willst meine Liebe spüren und sehen,
Nur wenn du kannst auch Schmerz und Leid integrieren,
Nur wenn du bereit bist deine Schatten mit Licht zu versehen,
Nur wenn du wählst in die bodenlosen Tiefen zu gehen,
Dann erst wirst du mir kompromisslos begegnen,
Dann erst kann aus du und ich ein Wir entstehen,
Dann erst werden wir ohne eine Grenze uns berühren,
Dann erst lassen wir uns vollauf vom Herzen führen,
Erst dann wird unsere Schönheit vollends erblühen.
An die
Suchende
(Februar 2008)
Es ist Wochenende, du gehst aus - du erhoffst ein Raus, heraus aus dir,
Und du denkst in Diskotheken und auf Partys geschieht es dir.
Weder die Bücher zu tausenden von Seiten, noch die Magazine zu duzenden,
Weder die Fernsehsendungen, noch die enthusiastischsten
Gespräche oder heißesten Flirts,
Vermögen dir zu geben, was du suchst.
In Nichts und Niemandem scheinst du SIE zu finden.
Was du findest ist eine breite Palette der Ablenkungsprogramme
und andere Sich-Suchende.
Du beobachtest: keine Berührung ist eine tatsächliche Nähe,
eine Einswerdung mit der Situation.
Nichts und Niemand hat es, nirgends will es sich zeigen.
Du suchst im Außen, an der großen Oberfläche, und du suchst schon lange.
Aber dieses etwas, das du suchst, ein wertvoller Schatz,
ist versteckt und verborgen aus genialen Gründen,
nur in den Tiefen deines eigenen Seins, das du einst warst geworden.
Kommst du endlich darauf ausschließlich in den Tiefen deines Seins zu ergründen,
Um die zu finden, die du bist, um es zu leben, das du willst?
In dem Anderen findest du auch immer nur dich Selbst:
Den Mangel, die Gründe, warum du dich vor dir selbst verbirgst.
Auch begegnest du im Anderen deinen eigenen wunderschönen Anteilen.
So kann der Andere immer nur ein Spiegel sein
und nicht die Ursache deiner langen Weilen.
Du willst haben und suchst die ultimative Liebe? Bist du denn selbst die
ultimative Liebe?
Bist du bereit alles, was du nehmen willst auch zu geben?
Bist du bereit und fähig dafür zu leben?
Suchst du Reichtum? Kennst du denn das große Gesetz vom Nehmen und Geben?
Kennst du das Gesetz der Fülle und dass die Fülle in einem erfüllten Herzen
erblüht?
Ein erfülltes Herz ist ein Herz, welches das Leben liebt
und immer seine Fülle und Vollkommenheit genießt,
Gleich ob bevor oder nachdem all die Wunden geheilt sind
und alle schwierigen Erlebnisse transformiert.
Möge sich dein Herz öffnen und Heilung erfahren,
Durch eine ERFÜLLUNG, die unerwartet und blitzartig eintrifft,
Der Friede dich durchdringen und aufdecken deine vollkommene Schönheit,
Welche schon immer in deinen eigenen Urtiefen schlummernd liegt.
An den Zweifler
(Januar
2008)
Unentwegt äußerst du deine Bedenken an mir,
Deine Ungläubigkeit ist durchdrungen von Skepsis und Skrupel,
Dein Misstrauen umwebt dich mit Verdacht und Unterstellung,
Vorprogrammiert ist jede einkehrende Enttäuschung,
Weit entfernt bist du gegenwärtig
Von möglicher Herzöffnung und Heilung.
Du kennst mich nicht, getrennt bist du von mir.
Ohne Vorurteil sind mein Blick und mein Gehör zu dir,
Offenherzig und unvoreingenommen jede Begegnung.
Mein Vertrauen umwebt mich mit liebevoller Führung,
Vorprogrammiert ist alle einkehrende Erfüllung.
Einst war ich selbst nah dem eigenen Zweifel,
Der lange wartete auf seine Überschreitung.
Ich kenne dich, verbunden bin ich mit dir.
Sein wie ein Baum
(2007)
Tief verwurzelt in der Erde,
Hoch hinausragend in den Himmel,
In Berührung mit den Fliegenden und den Krabbelnden.
So weise, elegant und erhaben.
Jedem Chaos wohnt eine Ordnung inne
(2007)
Trennung und Spaltung sorgten für große Verwirrung.
Ein Durcheinander trat ein und eine wilde Chaosstimmung.
Doch nah ist die Zeit der Dämmerung,
Mit der Sichtung der auf sie folgenden Lichtung.
Auf-Bruch-Stimmung
(2007)
Chaos der Gedanken macht sich breit,
Chaos der Gefühle wächst und gedeiht.
Unmöglich überhörbar,
Der Schrei nach
Ordnung und Einheit.
Schrei nach Ruhe (2007)
Angst,
Schuldgefühle,
Scham und Stimmen des Verstandes.
Der Kampf draußen wie drinnen,
im Hellen wie im Dunkeln.
Und
doch vermag nur
der tiefe Blick nach Innen,
aufzuzeigen den
Weg
zum lange ersehnten Frieden.
Bedingungslose Liebe
(2006)
Werde eins mit dem Leben,
dann wirst du auch eins werden mit mir.
Und dann wirst du mich zum ersten Mal lieben,
diesmal bis in alle Ewigkeit.
Botschaft des Monats
(Dezember
2007)
Bedingungslos zu lieben bedeutet zu geben. Es heißt immer 'Lieben heißt Geben
und Nehmen'. Dieser Anspruch ähnelt einem Tauschgeschäft sehr. Ich nenne das
kapitalistische Liebe. Tatsächliches Lieben bedeutet zu geben ohne an das Nehmen
zu denken, ohne eine Gegenliebe zu erwarten. Wie ist das möglich, dass ich gebe
ohne an das Nehmen zu denken? Die einzige Möglichkeit diesen Zustand zu
erreichen ist die, dass ich so erfüllt bin mit mir selbst, dass ich so überfüllt
bin mit Selbstliebe und Gottesliebe (sich von der Existenz geliebt zu wissen),
dass ich einfach gebe. Es ist der Zustand des aufrichtig und uneigennützig
Liebenden. Es kommt ohnehin immer etwas zurück. Das Gesetz der Resonanz kann gar
nicht anders. Doch darum geht es nicht. Es geht um die Abwesenheit von einer
abwägenden Erwartungshaltung. Gerade das macht das Zugegensein des Begriffes
"bedingungslos" notwendig. In der kapitalistischen Liebe gilt es die Gefühle zu
horten, so wie die Materie auch gehortet wird. Es geht um das HABEN. In der
bedingungslosen Liebe geht es darum so viel wie möglich zu geben. Und das
Geheimnis dieser SEINsform liegt darin: je mehr Du gibst, umso mehr bekommst Du
zurück, d.h. Je mehr Du liebst, umso mehr wirst Du geliebt. Die HABENsliebe
sagt: "Ich habe nur ein Herz, also kann ich auch nur einen Menschen richtig
lieben". Die SEINsliebe sagt: "Mein Herz ist so groß und weit, also kann ich
alle und alles lieben." Hier sei auf die feinen Unterschiede von nehmen und
annehmen / haben wollen und bekommen aufmerksam gemacht.
Bedingungslos zu lieben bedeutet zu vergeben. Um nicht Opfer, Täter oder Retter,
sondern Schöpfer im Leben zu sein, muss die Struktur des Schuld- und
Schamfühlens überwunden werden. Damit werden Gefühl und Mitgefühl als eins
wieder geboren. Sie waren nie getrennt gewesen. Blitzartig entsteht die
Fähigkeit sich selbst und seinen Mitmenschen zu verzeihen.
Bedingungslos zu lieben bedeutet sich hinzugeben. Hingabe ist ein Urvertrauen an
das Sein, an die Existenz, an den Fluss des Lebens und der Dinge. Sich
hinzugeben ist das vertrauensvolle Annehmen.
Botschaft des Monats
(November
2007)
Lerne bedingungslos zu lieben, denn das Lieben ist der übergeordnete Sinn Deines
Lebens.
Natürlich kann der Sinn des Lebens nur der sein, zu leben. Aber Lieben ist Leben.
Leben ohne Lieben ist bloßes Überleben. Obwohl es beim Menschen längst nicht
mehr um einen Überlebenskampf geht, befindet er sich im Miteinander (in
Diskussionen, in Beziehungen) in der Kampf- und Verteidigungshaltung. Du, der
diese Zeilen liest, weißt, dass Du Dich nicht in einem nackten Überlebenskampf
befindest. Aber ich frage Dich, wofür oder wogegen kämpfst Du? Ist es
tatsächlich der natürliche Einsatz von Kraft und Stärke zum Wachstum, oder ist
es ein ständiges Bekämpfen von ...?
Für die
bedingungslose Liebe wirst Du den Kampf des Ab- und Ausgrenzens auflösen und
erkennen müssen! Verhärtetes, mit Mauern umschlossenes, verpanzertes (weil
früher verletztes und enttäuschtes) und schutzbedürftiges Herz versus ein
gesundetes, geöffnetes, weites fliegendes Herz. Ein grenzensetzendes,
ausschließendes Herz versus ein grenzensloses, einschließendes Herz, ängstliches
Herz versus liebendes Herz.
Nur die Liebe ist allumfassend. Nur sie ist nicht ausgrenzend und ausschließend,
die Liebe zu Deinen Mitmenschen, wie auch die Liebe zu den Pflanzen, Tieren,
Steinen, zum Himmel und zur Erde, zum Mond, zur Sonne, zu den Sternen, zu dem
Ganzen also. Liebe ist Seinsliebe.
Wenn Du
Dich wieder an die Schönheit, die Fülle und die Vollkommenheit des Lebens
erinnerst, dann wird Dir auch wieder bewusst, dass dieses Wunder Schöpfung nur
zum Lieben da ist. Und wenn Du Dich an die Größe des Ganzen erinnerst, dann
wirken Deine alltäglichen Wehwehchen geradezu grotesk. Liebe Dein Leben, das Du
Dir ausgesucht hast. Liebe das Leben, das Du lebst oder lebe das Leben, das Du
liebst. Lieben ist Lebensqualität, es ist eine Qualität des Lebens.
Du hast
ein Urbewusstsein (vorontologisches Bewusstsein) über das erhabene Gefühl der
Grenzenlosigkeit und Weite. Urtief weißt Du, was bedingungslose Liebe ist, denn
das ist Deine größte Sehnsucht zeitlebens.
Die Liebe, das bedingungslose JA zum Leben, ist die schönste Energie, die
stärkste Kraft, die pure Leichtigkeit. Wenn Du soweit bist, stellt sich eine
tiefe Demut und Dankbarkeit ein, eine Dankbarkeit an das Sein, an die Schöpfung,
an Dich selbst.
        
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